Weinregion

Jerez DO

Spanien

Beschreibung

Jerez, offiziell Jerez-Xérès-Sherry y Manzanilla de Sanlúcar de Barrameda, liegt im äußersten Südwesten Spaniens, in der Provinz Cádiz in Andalusien. Das sogenannte Sherry-Dreieck wird von den drei Städten Jerez de la Frontera, El Puerto de Santa María und Sanlúcar de Barrameda gebildet. Die Region blickt auf eine über 3.000 Jahre alte Weinbautradition zurück.

Das Klima ist von heißen, trockenen Sommern und milden Wintern geprägt, stark beeinflusst durch den Atlantik. Der feuchte Poniente-Wind vom Meer begünstigt die Bildung der Florhefe, die für die biologische Reifung der Finos und Manzanillas essenziell ist. Die berühmten Albariza-Böden – kreideweißer Kalkstein – reflektieren das Sonnenlicht und speichern die winterlichen Niederschläge hervorragend.

Palomino Fino ist die dominierende Rebsorte für trockene Sherrys und macht etwa 95 Prozent der Anbaufläche aus. Pedro Ximénez und Moscatel werden für Süßweine verwendet. Die einzigartige Weinbereitung macht Sherry unverwechselbar: Nach der Gärung wird der Wein aufgespritet und im Solera-System ausgebaut, einem dynamischen Reifeverfahren, bei dem jüngere Weine schrittweise mit älteren verschnitten werden.

Die Vielfalt der Sherry-Stile ist bemerkenswert: Fino und Manzanilla reifen biologisch unter einer Florhefedecke und sind trocken, leicht und salzig. Amontillado beginnt biologisch und reift dann oxidativ weiter. Oloroso reift ausschließlich oxidativ und entwickelt nussige, komplexe Aromen. Palo Cortado vereint die Eleganz eines Amontillado mit der Fülle eines Oloroso. Cream Sherry ist ein gesüßter Oloroso-Stil. Pedro Ximénez-Sherrys sind sirupartig süß mit intensiven Rosinen- und Schokoladenaromen. Trotz seiner historischen Bedeutung kämpft Sherry seit Jahrzehnten mit rückläufiger Nachfrage, erlebt jedoch derzeit eine Renaissance unter Weinenthusiasten.

Steckbrief

Region
Jerez DO
Land
Spanien

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