Weindetails
Aromen
Geschmacksprofil
Passt zu
Beschreibung
Ravenswood wurde 1976 von Joel Peterson gegründet, der im ersten Jahr 327 Kisten Zinfandel füllte. Mit dem Motto „No Wimpy Wines“ wurde die Kellerei in Sonoma zu einem der bekanntesten Namen für kalifornischen Zinfandel, vor allem durch Einzellagen-Weine von alten Reben. 2001 kaufte der Getränkekonzern Constellation Brands das Weingut; Peterson stimmte als einziger dagegen. Im Zuge eines großen Markenpakets ging Ravenswood 2021 an E. & J. Gallo. In der Übergangszeit ließ Constellation die Verträge für die alten Weinberge auslaufen und schloss die Kellerei in Sonoma.
Unter Gallo erlebt die Marke seit dem Jahrgang 2023 einen Neustart, der an die Herkunftsweine der frühen Jahre anknüpft. Winemaker ist Michael Eddy-Cort, Joel Peterson begleitet das Projekt beratend. Der Dry Creek Valley Zinfandel gehört zu diesen neuen Weinen und wurde im ersten Jahrgang in einer Menge von rund 1.900 Kisten erzeugt. Ein älterer Wein dieses Namens ist nicht belegt; der Jahrgang auf dieser Seite wurde deshalb von 2018 auf 2023 korrigiert.
Das Dry Creek Valley im Norden des Sonoma County ist seit 1983 eine eigene AVA und eines der traditionsreichsten Zinfandel-Gebiete Kaliforniens. Zinfandel steht hier seit dem 19. Jahrhundert, und kaum irgendwo sonst findet man so viele alte Rebstöcke auf so engem Raum. Warme Tage und kühle Nächte im schmalen Tal sorgen für reife Frucht bei erhaltener Frische. Typisch für Zinfandel von hier sind dunkle Beerenfrucht von Brombeere, Kirsche und Himbeere, eine pfeffrige Würze und ein voller, runder Körper mit reifen Tanninen.
Ein solcher Zinfandel ist kein Wein für die lange Lagerung, sondern zeigt sich in den ersten Jahren nach der Füllung am saftigsten. Er passt zu unkompliziertem, kräftigem Essen: Burger, Pizza, Steak vom Grill, Lasagne oder ein Gulasch. Leicht unter Zimmertemperatur serviert, wirkt er frischer und weniger alkoholisch.
Servier-Tipps für Ravenswood Dry Creek Valley Zinfandel
Temperatur
Ideal bei 16–18 °C. Bei normaler Zimmertemperatur ist er meist zu warm: rund 15 Minuten vor dem Servieren in den Kühlschrank stellen.
Mehr zur richtigen Trinktemperatur →Glas
Ein großes Bordeauxglas mit hohem Kelch gibt dem kräftigen Wein Raum zum Atmen.
Welches Glas zu welchem Wein? →Dekantieren
Kräftig und tanninbetont: 30–60 Minuten in der Karaffe machen ihn runder und öffnen die Aromen.
Wann sich Dekantieren lohnt →Lagern
Lagerpotenzial: 3-8 Jahre. Für den Jahrgang 2023 heißt das: Trinkreife etwa 2026 bis 2031. Liegend, dunkel und bei konstant 10–15 °C lagern.
Wein richtig lagern →Angebrochen
Wieder verschlossen hält er im Kühlschrank 3–5 Tage; die Tannine schützen ihn vor Sauerstoff. Vor dem Servieren wieder auf Trinktemperatur kommen lassen.
Wie lange offener Wein hält →Herstellung
Farbe und Tannin stammen aus den Beerenhäuten: Sie gären mit dem Most, denn der Saft fast aller roten Trauben ist hell.
Wie Rotwein hergestellt wird →