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Beschreibung
Dieser Riesling stammt von Boundary Breaks, einem Weingut am Ostufer des Seneca Lake bei Lodi im Bundesstaat New York. Er wird im Handel oft neben den Weinen von Hermann J. Wiemer geführt und deshalb gelegentlich diesem Erzeuger zugeschrieben; tatsächlich ist er ein Wein von Boundary Breaks. Das Gut gehört Bruce Murray und Diana Lyttle, für den Weinberg ist Kees Stapel zuständig. Murray kaufte die Farm 2007 nach einer langen Laufbahn im Verlagswesen, gepflanzt wurde ab 2009.
Die Zahl im Namen ist kein Lagenname, sondern bezeichnet einen Klon: Geisenheim 239, eine Selektion der deutschen Forschungsanstalt im Rheingau. Ein Wein aus nur einem Klon ist ungewöhnlich und zeigt, wie stark das Pflanzmaterial den Stil eines Rieslings prägt. Der No. 239 kommt aus einem einzigen eigenen Weinberg auf Cazenovia-Schluffboden, die Reben sind im Scott-Henry-System erzogen, das die Laubwand teilt und die Trauben gut belüftet. Der tiefe Seneca Lake mildert die Winter am Ufer und verlängert den Herbst.
Gelesen wird von Hand, bei vergleichsweise niedriger Reife, die Gärung und sechs Monate Ausbau erfolgen im Edelstahl. So entsteht ein schlanker, trockener Riesling mit wenig Restzucker und hoher Säure, der auf Frische statt auf Fülle setzt. Im Glas zeigt er Limette, grünen Apfel und weißen Pfirsich, dazu weiße Blüten und eine steinige Note. Am Gaumen ist er leicht und straff, mit zitrischem, salzigem Nachhall. Der Wein steht für den kühlen, an Deutschland orientierten Rieslingstil, mit dem sich die Finger Lakes international einen Namen gemacht haben.
Der 2023er lässt sich jetzt mit Genuss trinken und dürfte sich einige Jahre halten, eine Trinkempfehlung des Erzeugers liegt nicht vor. Bei 8 bis 10 Grad passt er zu Sushi, Austern, gedämpftem Fisch, Lachs, Brathähnchen oder jungem Ziegenkäse.
Servier-Tipps für Boundary Breaks No. 239 Dry Riesling
Temperatur
Ideal bei 8–10 °C. Aus dem Kühlschrank (ca. 6 °C) etwa 15–20 Minuten vor dem Servieren herausnehmen.
Mehr zur richtigen Trinktemperatur →Glas
Ein klassisches, schlankes Weißweinglas hält die Frische und die kühle Temperatur.
Welches Glas zu welchem Wein? →Dekantieren
Dekantieren ist nicht nötig – direkt aus der Flasche servieren.
Wann sich Dekantieren lohnt →Lagern
Lagerpotenzial: 3-8 Jahre. Für den Jahrgang 2023 heißt das: Trinkreife etwa 2026 bis 2031. Liegend, dunkel und bei konstant 10–15 °C lagern.
Wein richtig lagern →Angebrochen
Wieder verschlossen hält er im Kühlschrank 3–5 Tage; säurebetonte Weine halten am längsten.
Wie lange offener Wein hält →Herstellung
Die Trauben werden vor der Gärung gepresst, vergoren wird nur der Saft – meist kühl, damit die frischen Aromen erhalten bleiben.
Wie Weißwein hergestellt wird →