Rebsorte
Garganega
Herkunft: Italien
Beschreibung
Garganega ist die bedeutendste weiße Rebsorte Venetiens und die Grundlage des Soave, der Soave Superiore DOCG, des süßen Recioto di Soave DOCG sowie des Gambellara DOC. In den Herkunftsbezeichnungen rund um Soave östlich von Verona muss sie mindestens 70 Prozent der Cuvée ausmachen; ergänzt wird meist mit Trebbiano di Soave oder Chardonnay.
Lange galt die Sorte als rein venetisches Gewächs. DNA-Untersuchungen in den Jahren 2003 und 2008 zeigten jedoch, dass Garganega und der sizilianische Grecanico Dorato dieselbe Rebsorte sind – ein Hinweis darauf, wie weit die Sorte historisch verbreitet war. Dieselben Arbeiten machten deutlich, dass Garganega in der Abstammung mehrerer italienischer Weißweinsorten eine Rolle spielt, die von Norditalien bis in den Süden vorkommen; dazu zählt auch der Trebbiano Toscano. Garganega gehört damit zu den Schlüsselsorten der italienischen Rebsortenkunde.
Im Weinberg reift Garganega spät, oft erst im Oktober, und bildet große, lockerbeerige Trauben mit zäher Schale. Traditionell wird sie an der Pergola Veronese erzogen, einem waagerechten Laubdach, das die Beeren vor der Sommersonne beschattet. Die dicke Schale und der lockere Traubenbau machen die Sorte zugleich geeignet für die Trocknung am Stock oder auf Matten, aus der der Recioto di Soave entsteht. Die besten Lagen liegen auf den vulkanischen Böden aus Basalt und Tuff in den Hügeln von Soave und Monteforte d'Alpone.
Stilistisch gilt Garganega als zurückhaltend. Junge Weine zeigen gelben Apfel, Birne, Honigmelone und weiße Blüten, dazu Zitrusnoten und einen Anflug Salbei; am Gaumen bleiben sie trocken, mittelkräftig und salzig. Das sortentypische Merkmal ist der bittermandelige Nachklang – kein Fehler, sondern ein Erkennungszeichen. Entgegen dem Ruf als einfacher Alltagswein entwickeln Flaschen aus Hügellagen über mehrere Jahre nussige und kamillige Töne und gewinnen deutlich an Tiefe.
Lange galt die Sorte als rein venetisches Gewächs. DNA-Untersuchungen in den Jahren 2003 und 2008 zeigten jedoch, dass Garganega und der sizilianische Grecanico Dorato dieselbe Rebsorte sind – ein Hinweis darauf, wie weit die Sorte historisch verbreitet war. Dieselben Arbeiten machten deutlich, dass Garganega in der Abstammung mehrerer italienischer Weißweinsorten eine Rolle spielt, die von Norditalien bis in den Süden vorkommen; dazu zählt auch der Trebbiano Toscano. Garganega gehört damit zu den Schlüsselsorten der italienischen Rebsortenkunde.
Im Weinberg reift Garganega spät, oft erst im Oktober, und bildet große, lockerbeerige Trauben mit zäher Schale. Traditionell wird sie an der Pergola Veronese erzogen, einem waagerechten Laubdach, das die Beeren vor der Sommersonne beschattet. Die dicke Schale und der lockere Traubenbau machen die Sorte zugleich geeignet für die Trocknung am Stock oder auf Matten, aus der der Recioto di Soave entsteht. Die besten Lagen liegen auf den vulkanischen Böden aus Basalt und Tuff in den Hügeln von Soave und Monteforte d'Alpone.
Stilistisch gilt Garganega als zurückhaltend. Junge Weine zeigen gelben Apfel, Birne, Honigmelone und weiße Blüten, dazu Zitrusnoten und einen Anflug Salbei; am Gaumen bleiben sie trocken, mittelkräftig und salzig. Das sortentypische Merkmal ist der bittermandelige Nachklang – kein Fehler, sondern ein Erkennungszeichen. Entgegen dem Ruf als einfacher Alltagswein entwickeln Flaschen aus Hügellagen über mehrere Jahre nussige und kamillige Töne und gewinnen deutlich an Tiefe.
Typische Aromen
Gelber Apfel, Birne, Honigmelone, weiße Blüten, Zitrone, Reneklode, weißer Pfirsich, Bittermandel, Kamille
Passt gut zu
Garganega-Weine begleiten Fisch und Meeresfrüchte, Sushi und rohen Fisch, Risotto und Pasta mit Gemüse, gekochtes Geflügel, Vitello tonnato, Spargel sowie junge Kuh- und Ziegenkäse. Die salzige Spur und der mandelbittere Nachklang vertragen sich gut mit Olivenöl, Mandeln und Kräutern wie Salbei. Reifere Flaschen aus Hügellagen passen auch zu gebratenem Fisch mit Butter und zu mittelalten Hartkäsen. Als Recioto di Soave ausgebaut, begleitet die Sorte Mandelgebäck, Obstkuchen und Blauschimmelkäse.