Rebsorte
Carmenère
Herkunft: Frankreich (Bordeaux)
Beschreibung
Carmenère galt in Bordeaux nach der Reblauskatastrophe ab 1867 als praktisch ausgestorben. Über ein Jahrhundert lang verschwand sie aus dem kollektiven Gedächtnis der Weinwelt – bis 1994 der französische Ampelograph Jean-Michel Boursiquot bei einer Reise nach Chile entdeckte, dass dort riesige Bestände existierten, die fälschlicherweise als Merlot klassifiziert worden waren. Diese Verwechslung hatte seit den 1850er-Jahren bestanden, als chilenische Winzer Rebmaterial aus Bordeaux importierten.
Heute ist Chile mit rund 11.000 Hektar das unbestrittene Zentrum des Carmenère-Anbaus. Die besten Ergebnisse stammen aus dem Rapel Valley, insbesondere aus Colchagua und Cachapoal, sowie aus dem Maipo Valley. In Bordeaux selbst existieren nur noch vereinzelte Restbestände von wenigen Hektar. Auch in Norditalien, speziell im Friaul, wird die Sorte unter dem Synonym Bordelesa vereinzelt kultiviert.
Carmenère ist eine spätreifende Sorte, die viel Wärme und Sonnenstunden benötigt. In zu kühlen Jahren oder bei zu früher Lese entwickelt sie ausgeprägte Pyrazin-Noten – jene grüne Paprika, die manchen Weinen den Ruf des Grünseins eingebracht hat. Bei optimaler Reife hingegen entfaltet sich ein faszinierendes Aromenspektrum: dunkle Pflaume, Brombeerkonfitüre, Bitterschokolade, gerösteter Kaffee, schwarzer Pfeffer und ein charakteristischer Hauch von Lorbeer und getrockneten Kräutern. Die Tannine sind weicher und samtiger als beim verwandten Cabernet Sauvignon, der Körper mittelschwer bis vollmundig.
Auf tiefgründigen, lehmhaltigen Böden mit guter Drainage erreicht Carmenère ihre beste Ausdrucksform. Kalte Winde, wie sie in Chile durch den Humboldt-Strom entstehen, helfen, die Säure zu bewahren und dem Wein Frische zu verleihen. Im Barrique ausgebaut – typisch sind 12 bis 16 Monate in französischer Eiche – entwickelt sie zusätzliche Vanille- und Röstaromen.
Die besten Carmenères können durchaus 8 bis 12 Jahre reifen. Als Speisenbegleiter glänzt die Sorte zu geschmortem Rindfleisch mit Chimichurri, gegrilltem Lamm mit Rosmarinkruste, würzigen Empanadas oder einem kräftigen Bohnen-Eintopf nach südamerikanischer Art. Auch zu gereiftem Gouda oder Manchego zeigt sie sich von ihrer besten Seite.
Heute ist Chile mit rund 11.000 Hektar das unbestrittene Zentrum des Carmenère-Anbaus. Die besten Ergebnisse stammen aus dem Rapel Valley, insbesondere aus Colchagua und Cachapoal, sowie aus dem Maipo Valley. In Bordeaux selbst existieren nur noch vereinzelte Restbestände von wenigen Hektar. Auch in Norditalien, speziell im Friaul, wird die Sorte unter dem Synonym Bordelesa vereinzelt kultiviert.
Carmenère ist eine spätreifende Sorte, die viel Wärme und Sonnenstunden benötigt. In zu kühlen Jahren oder bei zu früher Lese entwickelt sie ausgeprägte Pyrazin-Noten – jene grüne Paprika, die manchen Weinen den Ruf des Grünseins eingebracht hat. Bei optimaler Reife hingegen entfaltet sich ein faszinierendes Aromenspektrum: dunkle Pflaume, Brombeerkonfitüre, Bitterschokolade, gerösteter Kaffee, schwarzer Pfeffer und ein charakteristischer Hauch von Lorbeer und getrockneten Kräutern. Die Tannine sind weicher und samtiger als beim verwandten Cabernet Sauvignon, der Körper mittelschwer bis vollmundig.
Auf tiefgründigen, lehmhaltigen Böden mit guter Drainage erreicht Carmenère ihre beste Ausdrucksform. Kalte Winde, wie sie in Chile durch den Humboldt-Strom entstehen, helfen, die Säure zu bewahren und dem Wein Frische zu verleihen. Im Barrique ausgebaut – typisch sind 12 bis 16 Monate in französischer Eiche – entwickelt sie zusätzliche Vanille- und Röstaromen.
Die besten Carmenères können durchaus 8 bis 12 Jahre reifen. Als Speisenbegleiter glänzt die Sorte zu geschmortem Rindfleisch mit Chimichurri, gegrilltem Lamm mit Rosmarinkruste, würzigen Empanadas oder einem kräftigen Bohnen-Eintopf nach südamerikanischer Art. Auch zu gereiftem Gouda oder Manchego zeigt sie sich von ihrer besten Seite.
Typische Aromen
Grüne Paprika, Brombeere, Kaffee, Gewürze, Rauch
Passt gut zu
Gegrilltes Fleisch, Empanadas, würzige Gerichte