Rebsorte
Viognier
Herkunft: Frankreich (Rhône)
Beschreibung
Viognier ist eine der faszinierendsten und launischsten weißen Rebsorten der Welt. Ihre Heimat liegt im nördlichen Rhônetal, wo sie seit mindestens dem 1. Jahrhundert n. Chr. kultiviert wird – der römische Autor Plinius der Ältere beschrieb möglicherweise bereits diese Traube. Die legendäre Appellation Condrieu, nur 13 Kilometer südlich von Lyon gelegen, ist seit Jahrhunderten das Epizentrum des Viognier-Anbaus. In den 1960er-Jahren war die Sorte beinahe ausgestorben: Nur noch etwa 14 Hektar existierten in ganz Frankreich.
Heute hat sich die globale Anbaufläche auf über 16.000 Hektar erholt. Neben dem Rhônetal mit den Appellationen Condrieu und Château-Grillet (eine der kleinsten AOCs Frankreichs mit nur 3,8 Hektar) wird Viognier erfolgreich im Languedoc, in Kalifornien (besonders Paso Robles und Santa Barbara County), in Australiens Eden Valley und Barossa, in Südafrika sowie in Virginia angebaut.
Die Rebsorte verlangt warme, geschützte Lagen mit guter Sonneneinstrahlung und Böden aus Granit oder Gneis – wie die steilen Terrassen an der Rhône, wo die Reben auf verwittertem Urgestein stehen. Viognier reift spät und baut rasch Zucker auf, während die Säure früh abfällt. Das Zeitfenster für die perfekte Lese ist extrem schmal: Zu früh geerntet, bleibt der Wein neutral und dünn; zu spät wird er schwer und plump.
Im Glas besticht Viognier durch ein opulentes Bouquet: Aprikose, weißer Pfirsich, Orangenblüte, Geißblatt und Akazienhonig dominieren die Nase. Am Gaumen zeigt er sich vollmundig und ölig-texturiert, mit moderater Säure und einem langen, leicht bitteren Mandelfinish. In der nördlichen Rhône wird Viognier traditionell bis zu 20 Prozent dem roten Syrah bei der Appellation Côte-Rôtie beigemischt – eine gemeinsame Vergärung, die den Rotwein aromatisch hebt und die Farbstabilität verbessert.
Viognier ist kein Wein für den Keller – die meisten Exemplare sollten innerhalb von drei bis fünf Jahren getrunken werden. Am Tisch begleitet er meisterhaft Jakobsmuscheln mit Safranschaum, Thai-Currys mit Kokosmilch, Hühnchen in Estragon-Sahnesauce oder gereiften Époisses-Käse.
Heute hat sich die globale Anbaufläche auf über 16.000 Hektar erholt. Neben dem Rhônetal mit den Appellationen Condrieu und Château-Grillet (eine der kleinsten AOCs Frankreichs mit nur 3,8 Hektar) wird Viognier erfolgreich im Languedoc, in Kalifornien (besonders Paso Robles und Santa Barbara County), in Australiens Eden Valley und Barossa, in Südafrika sowie in Virginia angebaut.
Die Rebsorte verlangt warme, geschützte Lagen mit guter Sonneneinstrahlung und Böden aus Granit oder Gneis – wie die steilen Terrassen an der Rhône, wo die Reben auf verwittertem Urgestein stehen. Viognier reift spät und baut rasch Zucker auf, während die Säure früh abfällt. Das Zeitfenster für die perfekte Lese ist extrem schmal: Zu früh geerntet, bleibt der Wein neutral und dünn; zu spät wird er schwer und plump.
Im Glas besticht Viognier durch ein opulentes Bouquet: Aprikose, weißer Pfirsich, Orangenblüte, Geißblatt und Akazienhonig dominieren die Nase. Am Gaumen zeigt er sich vollmundig und ölig-texturiert, mit moderater Säure und einem langen, leicht bitteren Mandelfinish. In der nördlichen Rhône wird Viognier traditionell bis zu 20 Prozent dem roten Syrah bei der Appellation Côte-Rôtie beigemischt – eine gemeinsame Vergärung, die den Rotwein aromatisch hebt und die Farbstabilität verbessert.
Viognier ist kein Wein für den Keller – die meisten Exemplare sollten innerhalb von drei bis fünf Jahren getrunken werden. Am Tisch begleitet er meisterhaft Jakobsmuscheln mit Safranschaum, Thai-Currys mit Kokosmilch, Hühnchen in Estragon-Sahnesauce oder gereiften Époisses-Käse.
Typische Aromen
Aprikose, Pfirsich, Veilchen, Akazie, Mandel
Passt gut zu
Hummer, cremige Pasta, asiatische Küche