Rebsorte
Sagrantino
Herkunft: Italien
Beschreibung
Sagrantino ist eine autochthone Rotweinsorte aus Umbrien, die praktisch ausschließlich in und um das Hügelstädtchen Montefalco angebaut wird. Erste schriftliche Erwähnungen in dieser Gegend stammen aus dem 16. Jahrhundert. Der Name wird auf das lateinische „sacramentum" bezogen: Der Wein wurde für kirchliche Feiern und für die Tische von Klöstern und Familien an hohen Festtagen bereitgehalten. Über Jahrhunderte entstand daraus vor allem ein süßer Passito, der zu Weihnachten und Ostern getrunken wurde. Der trocken ausgebaute Rotwein, der die Sorte heute international bekannt macht, ist eine Entwicklung der letzten Jahrzehnte. 1980 kam die DOC, 1992 der DOCG-Status.
Sagrantino gehört zu den polyphenolreichsten Rebsorten der Welt. Der hohe Gehalt an Anthocyanen erklärt die dichte rubin-violette Farbe, der außergewöhnliche Tanningehalt die Struktur: Er liegt über dem von Tannat oder Aglianico und übertrifft Cabernet Sauvignon deutlich. Für den Winzer ist das eine Herausforderung, denn unreif geerntet oder zu kurz gereift wirken die Tannine bitter und austrocknend. Das Produktionsstatut des Montefalco Sagrantino schreibt deshalb mindestens 37 Monate Reife vor, davon zwölf im Holzfass.
Im Glas zeigen trockene Sagrantino-Weine Brombeere, Dörrpflaume und Veilchen, dazu Lakritz, Zimt, Leder, Kakao und balsamische Noten. Der Körper ist voll, der Alkohol häufig bei 14,5 Prozent und mehr. Junge Flaschen brauchen Luft, die volle Reife tritt meist erst nach zehn bis fünfzehn Jahren ein. In kleineren Anteilen gibt Sagrantino dem Montefalco Rosso Farbe und Gerüst.
Sagrantino gehört zu den polyphenolreichsten Rebsorten der Welt. Der hohe Gehalt an Anthocyanen erklärt die dichte rubin-violette Farbe, der außergewöhnliche Tanningehalt die Struktur: Er liegt über dem von Tannat oder Aglianico und übertrifft Cabernet Sauvignon deutlich. Für den Winzer ist das eine Herausforderung, denn unreif geerntet oder zu kurz gereift wirken die Tannine bitter und austrocknend. Das Produktionsstatut des Montefalco Sagrantino schreibt deshalb mindestens 37 Monate Reife vor, davon zwölf im Holzfass.
Im Glas zeigen trockene Sagrantino-Weine Brombeere, Dörrpflaume und Veilchen, dazu Lakritz, Zimt, Leder, Kakao und balsamische Noten. Der Körper ist voll, der Alkohol häufig bei 14,5 Prozent und mehr. Junge Flaschen brauchen Luft, die volle Reife tritt meist erst nach zehn bis fünfzehn Jahren ein. In kleineren Anteilen gibt Sagrantino dem Montefalco Rosso Farbe und Gerüst.
Typische Aromen
Brombeere, Dörrpflaume, Veilchen, Lakritz, Zimt, Leder, Kakao, Teer
Passt gut zu
Das massive Tannin braucht fetthaltige, kräftige Begleiter: Wild, Lamm, geschmortes Rind, Gulasch und Gerichte mit Trüffel. Gereifter Pecorino passt gut, leichte Speisen werden vom Wein überfahren. Dekantieren und bei etwa 18 Grad servieren.