Rebsorte
Grillo
Herkunft: Italien
Beschreibung
Grillo ist eine der wenigen autochthonen Rebsorten Italiens, deren Entstehung sich genau datieren lässt. Sie kam im 19. Jahrhundert in der Gegend von Marsala im Westen Siziliens als spontane Kreuzung aus Catarratto Bianco Comune und Zibibbo – dem Muskateller von Alexandria – zustande und wurde 1873 erstmals beschrieben. Möglich wurde das durch die damaligen Mischpflanzungen: Die englische Nachfrage nach Most hatte die Rebfläche Westsiziliens stark ausgeweitet, und in gemischt bestockten Weinbergen konnten sich Sorten zufällig bestäuben.
DNA-Analysen haben sogar die Richtung der Kreuzung geklärt. Catarratto ist der mütterliche Teil und Zibibbo der väterliche, weil Grillo und Catarratto denselben Chlorotyp tragen und Plastiden bei der Weinrebe über die Mutterlinie weitergegeben werden. Vom Zibibbo stammt der floral-aromatische Zug, der Grillo von den neutraleren Weißweinsorten der Insel unterscheidet.
Ursprünglich war die Sorte nicht für trockenen Weißwein gedacht. Grillo liefert zuckerreiche, oxidationsstabile Moste und war damit der ideale Lieferant für den verstärkten Marsala. Erst in den 1970er-Jahren begann der Ausbau als trockener Weißwein; mit der Einführung der Sicilia DOC im Jahr 2011 wurde Grillo zum wirtschaftlichen Rückgrat dieser Herkunftsbezeichnung. Für die sortenreine Angabe verlangt das Lastenheft mindestens 85 Prozent Grillo bei einem Mindestalkohol von 11,5 Volumenprozent.
Im Weinberg verträgt Grillo Hitze und Trockenheit gut, reagiert aber empfindlich auf den Lesezeitpunkt: Zu spät geerntet, verliert sie Säure und wirkt breit. Früh gelesen behält sie Spannung und die charakteristische salzige Spur. Der Ausbau erfolgt heute kühl im Edelstahl, teils nach kurzer Mazeration auf der Schale. Im Glas zeigt Grillo ein Strohgelb mit grünen Reflexen und eine intensive Nase aus Grapefruit, Pfirsich, Kaktusfeige, Jasmin und Basilikum; am Gaumen hat er mehr Körper als vergleichbare italienische Weißweine, getragen von mandeliger Herbe und salzigem Nachklang.
DNA-Analysen haben sogar die Richtung der Kreuzung geklärt. Catarratto ist der mütterliche Teil und Zibibbo der väterliche, weil Grillo und Catarratto denselben Chlorotyp tragen und Plastiden bei der Weinrebe über die Mutterlinie weitergegeben werden. Vom Zibibbo stammt der floral-aromatische Zug, der Grillo von den neutraleren Weißweinsorten der Insel unterscheidet.
Ursprünglich war die Sorte nicht für trockenen Weißwein gedacht. Grillo liefert zuckerreiche, oxidationsstabile Moste und war damit der ideale Lieferant für den verstärkten Marsala. Erst in den 1970er-Jahren begann der Ausbau als trockener Weißwein; mit der Einführung der Sicilia DOC im Jahr 2011 wurde Grillo zum wirtschaftlichen Rückgrat dieser Herkunftsbezeichnung. Für die sortenreine Angabe verlangt das Lastenheft mindestens 85 Prozent Grillo bei einem Mindestalkohol von 11,5 Volumenprozent.
Im Weinberg verträgt Grillo Hitze und Trockenheit gut, reagiert aber empfindlich auf den Lesezeitpunkt: Zu spät geerntet, verliert sie Säure und wirkt breit. Früh gelesen behält sie Spannung und die charakteristische salzige Spur. Der Ausbau erfolgt heute kühl im Edelstahl, teils nach kurzer Mazeration auf der Schale. Im Glas zeigt Grillo ein Strohgelb mit grünen Reflexen und eine intensive Nase aus Grapefruit, Pfirsich, Kaktusfeige, Jasmin und Basilikum; am Gaumen hat er mehr Körper als vergleichbare italienische Weißweine, getragen von mandeliger Herbe und salzigem Nachklang.
Typische Aromen
Grapefruit, Zitrone, weißer Pfirsich, Kaktusfeige, Mispel, Jasmin, Basilikum, Mandel, salzige Note
Passt gut zu
Grillo passt zu Fisch und Schalentieren, zu rohem Fisch und Sushi, zu Pasta und Risotto mit Meeresfrüchten oder Gemüse, zu Couscous nach trapanesischer Art, zu gegrilltem Gemüse und Caponata sowie zu Geflügel und jungem Käse. Weil die Sorte mehr Körper hat als die meisten italienischen Weißweine, verträgt sie auch kräftigere Zubereitungen mit Kräutern, Kapern, Oliven und Olivenöl. Die salzige Spur harmoniert besonders mit Gerichten aus der sizilianischen Küstenküche.