Rebsorte
Spätburgunder
Herkunft: Deutschland
Beschreibung
Spätburgunder ist der deutsche Name für Pinot Noir und zugleich Ausdruck eines eigenständigen Weinstils, der sich von seinen burgundischen und neuweltlichen Geschwistern deutlich unterscheidet. Die Rebsorte gelangte vermutlich im 9. Jahrhundert durch Benediktinermönche aus Burgund nach Deutschland. Karl III. soll 884 die ersten Reben am Bodensee gepflanzt haben. Gesichert ist der Anbau im Rheingau seit dem 13. Jahrhundert und in der Pfalz seit dem 14. Jahrhundert – die Klöster von Assmannshausen und Ingelheim zählen zu den ältesten dokumentierten Spätburgunder-Standorten.
Deutschland ist heute mit rund 11.800 Hektar das drittgrößte Pinot-Noir-Anbauland der Welt nach Frankreich und den USA. Die Hauptgebiete sind Baden (etwa 5.500 ha, besonders der Kaiserstuhl und die Ortenau), die Pfalz (rund 1.700 ha), Rheinhessen, die Ahr (mit nur 560 ha, aber einem legendären Ruf für Rotwein) und Württemberg. Die Ahr gilt als nördlichstes geschlossenes Rotweinanbaugebiet der Welt.
Der deutsche Spätburgunder zeichnet sich durch ein kühleres Klimaprofil aus: Die Weine sind häufig heller in der Farbe, schlanker im Körper und von einer prägnanteren Säure durchzogen als ihre burgundischen Pendants. Das Aromenspektrum umfasst Sauerkirsche, Himbeere, Hagebutte, Walderdbeere, feuchtes Herbstlaub, Waldboden und zarte Rauchnoten. Bei gelungenen Exemplaren kommt eine seidige, fast ätherische Textur hinzu.
Die Sorte verlangt die besten Lagen: Kalkstein- und Lössböden, geschützte Südhänge und ein Mikroklima, das ausreichend Wärme bietet, ohne die Frische zu verlieren. Der Klimawandel hat dem deutschen Spätburgunder paradoxerweise gutgetan – die Trauben erreichen heute eine physiologische Reife, die vor 30 Jahren undenkbar war.
Winzer wie Friedrich Becker, Bernhard Huber (†), Rings, Meyer-Näkel an der Ahr und Keller in Rheinhessen haben den deutschen Spätburgunder international auf Augenhöhe mit Grand-Cru-Burgund etabliert. Im Barrique ausgebaut entwickeln die besten Weine Potenzial für 10 bis 20 Jahre Flaschenreife.
Klassische Begleiter sind Rehrücken Baden-Baden, Tafelspitz mit Meerrettichsauce, gebratene Ente mit Kirschsauce, Pilzragout mit Semmelknödeln oder ein reifer Gruyère.
Deutschland ist heute mit rund 11.800 Hektar das drittgrößte Pinot-Noir-Anbauland der Welt nach Frankreich und den USA. Die Hauptgebiete sind Baden (etwa 5.500 ha, besonders der Kaiserstuhl und die Ortenau), die Pfalz (rund 1.700 ha), Rheinhessen, die Ahr (mit nur 560 ha, aber einem legendären Ruf für Rotwein) und Württemberg. Die Ahr gilt als nördlichstes geschlossenes Rotweinanbaugebiet der Welt.
Der deutsche Spätburgunder zeichnet sich durch ein kühleres Klimaprofil aus: Die Weine sind häufig heller in der Farbe, schlanker im Körper und von einer prägnanteren Säure durchzogen als ihre burgundischen Pendants. Das Aromenspektrum umfasst Sauerkirsche, Himbeere, Hagebutte, Walderdbeere, feuchtes Herbstlaub, Waldboden und zarte Rauchnoten. Bei gelungenen Exemplaren kommt eine seidige, fast ätherische Textur hinzu.
Die Sorte verlangt die besten Lagen: Kalkstein- und Lössböden, geschützte Südhänge und ein Mikroklima, das ausreichend Wärme bietet, ohne die Frische zu verlieren. Der Klimawandel hat dem deutschen Spätburgunder paradoxerweise gutgetan – die Trauben erreichen heute eine physiologische Reife, die vor 30 Jahren undenkbar war.
Winzer wie Friedrich Becker, Bernhard Huber (†), Rings, Meyer-Näkel an der Ahr und Keller in Rheinhessen haben den deutschen Spätburgunder international auf Augenhöhe mit Grand-Cru-Burgund etabliert. Im Barrique ausgebaut entwickeln die besten Weine Potenzial für 10 bis 20 Jahre Flaschenreife.
Klassische Begleiter sind Rehrücken Baden-Baden, Tafelspitz mit Meerrettichsauce, gebratene Ente mit Kirschsauce, Pilzragout mit Semmelknödeln oder ein reifer Gruyère.
Typische Aromen
Kirsche, Erdbeere, Waldboden, Mandel
Passt gut zu
Ente, Lachs, Pilzgerichte, Kalb