Rebsorte
Rieslaner
Herkunft: Deutschland
Beschreibung
Rieslaner ist eine fränkische Spezialität und eine der wenigen deutschen Neuzüchtungen, die es zu echtem Ansehen gebracht haben. August Ziegler kreuzte die Sorte 1921 an der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim bei Würzburg aus Riesling und Silvaner. Zunächst blieb sie unbeachtet; erst Hans Breider entdeckte sie um 1950 wieder und setzte sich für ihren Anbau ein. 1957 wurde Rieslaner eingetragen, 1968 für Franken und die Pfalz zugelassen. Der Name setzt sich aus den Namen der Elternsorten zusammen.
Die Anbaufläche ist klein geblieben und schrumpft weiter. 2007 standen in Deutschland rund 85 Hektar Rieslaner, davon etwa 42 Hektar in Franken und 37 Hektar in der Pfalz; in Franken waren es 2019 nur noch rund 31 Hektar. Der Grund liegt in den Ansprüchen der Sorte: Rieslaner reift spät und braucht entsprechend gute, warme Lagen, die vielen Betrieben für Riesling oder Silvaner lieber sind. Hinzu kommen Anfälligkeiten für Falschen Mehltau in feuchten Jahren, für Stiellähme und für die Reisigkrankheit.
Das Alleinstellungsmerkmal der Sorte ist ihre Säure. Rieslaner behält selbst bei hohen Mostgewichten eine sehr kräftige, scharf konturierte Säure. Trocken ausgebaut kann das streng wirken, weshalb die Sorte traditionell als Spätlese oder Auslese gefüllt wird: Erst die Restsüße eines Prädikatsweins bringt die Säure ins Gleichgewicht, und aus dieser Spannung entstehen Weine von bemerkenswerter Langlebigkeit.
Aromatisch steht Rieslaner zwischen seinen Eltern, geht aber eigene Wege. Jung und in niedrigeren Qualitätsstufen erinnert er an Zitrusfrüchte; bei höheren Reifegraden treten Aprikose, Pfirsich, Quitte, Zitrusschale und Bergamotte hervor, in den konzentriertesten Weinen auch Passionsfrucht und Mango. Edelsüße Rieslaner entwickeln über Jahrzehnte Honig- und Dörrobstnoten, ohne die tragende Säure zu verlieren, und zählen zu den haltbarsten deutschen Weißweinen überhaupt.
Die Anbaufläche ist klein geblieben und schrumpft weiter. 2007 standen in Deutschland rund 85 Hektar Rieslaner, davon etwa 42 Hektar in Franken und 37 Hektar in der Pfalz; in Franken waren es 2019 nur noch rund 31 Hektar. Der Grund liegt in den Ansprüchen der Sorte: Rieslaner reift spät und braucht entsprechend gute, warme Lagen, die vielen Betrieben für Riesling oder Silvaner lieber sind. Hinzu kommen Anfälligkeiten für Falschen Mehltau in feuchten Jahren, für Stiellähme und für die Reisigkrankheit.
Das Alleinstellungsmerkmal der Sorte ist ihre Säure. Rieslaner behält selbst bei hohen Mostgewichten eine sehr kräftige, scharf konturierte Säure. Trocken ausgebaut kann das streng wirken, weshalb die Sorte traditionell als Spätlese oder Auslese gefüllt wird: Erst die Restsüße eines Prädikatsweins bringt die Säure ins Gleichgewicht, und aus dieser Spannung entstehen Weine von bemerkenswerter Langlebigkeit.
Aromatisch steht Rieslaner zwischen seinen Eltern, geht aber eigene Wege. Jung und in niedrigeren Qualitätsstufen erinnert er an Zitrusfrüchte; bei höheren Reifegraden treten Aprikose, Pfirsich, Quitte, Zitrusschale und Bergamotte hervor, in den konzentriertesten Weinen auch Passionsfrucht und Mango. Edelsüße Rieslaner entwickeln über Jahrzehnte Honig- und Dörrobstnoten, ohne die tragende Säure zu verlieren, und zählen zu den haltbarsten deutschen Weißweinen überhaupt.
Typische Aromen
Aprikose, Pfirsich, Quitte, Zitrusschale, Bergamotte, Passionsfrucht, Mango, Honig
Passt gut zu
Rieslaner wird meist als Spätlese oder Auslese gefüllt, und die Kombination aus hoher Säure und Süße gibt klare Vorgaben am Tisch. Edelsüße Varianten passen zu Blauschimmelkäse, zu Gänse- und Entenleber, zu Desserts mit Aprikose, Quitte oder Pfirsich und zu Fruchttartes. Trocken oder halbtrocken ausgebaute Rieslaner begleiten gebratenen Fisch, Geflügel in Rahmsauce und Spargel. Die kräftige Säure macht die Sorte außerdem zu einem geschätzten Grundwein für Sekt. Süße Qualitäten gehören gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad in kleine Gläser.