Rebsorte
Gutedel
Herkunft: Schweiz (Genfersee)
Beschreibung
Gutedel ist eine der ältesten Kulturreben der Welt und in Deutschland eine ausgesprochen regionale Angelegenheit. Ihre Heimat vermutet die Forschung dort, wo sie noch heute dominiert: am Genfersee. In der Schweiz heißt die Sorte Chasselas, der Wein aus dem Wallis trägt den Namen Fendant. Mit rund 3.800 Hektar in den Kantonen Wallis, Genf, Waadt und Neuenburg ist die Schweiz das größte Anbaugebiet der Rebsorte weltweit. In Frankreich steht sie unter anderem im Burgund und am Oberlauf der Loire, wo aus ihr der Pouilly-sur-Loire entsteht.
Nach Deutschland kam die Rebe um 1780: Markgraf Karl Friedrich von Baden ließ sie aus Vevey am Genfersee in das Markgräflerland bringen, den Rebenstreifen zwischen Freiburg und Weil am Rhein. Dort ist sie geblieben und nimmt heute etwa 1.100 Hektar und damit rund 40 Prozent der Fläche ein. Außerhalb des Markgräflerlands spielt Gutedel im deutschen Weinbau kaum eine Rolle. Der deutsche Name verweist auf die Doppelnutzung: Die milde, dünnschalige Traube wurde früher auch als Tafeltraube gegessen.
Im Glas ist Gutedel ein leiser Wein. Die Sorte bringt von Natur aus wenig Säure und eine zurückhaltende Aromatik mit, meist 10,5 bis 12 Volumenprozent Alkohol und einen schlanken Körper. Genau diese Neutralität macht sie interessant: Weil die Rebsorte selbst wenig überdeckt, gilt sie als Spiegel ihres Bodens — im Markgräflerland sind das Löss und Kalkverwitterung, die dem Wein einen kreidig-salzigen Zug geben. Im Keller wird sie deshalb kühl und reduktiv im Edelstahl vergoren und früh gefüllt; Holzausbau würde die feinen Töne zudecken. Neben dem trockenen Stillwein wird Gutedel auch zu Winzersekt verarbeitet.
Typisch sind grüner Apfel, Birne, Zitronenschale, weiße Blüten und ein Hauch Mandel, dazu eine steinige Note im Abgang. Gutedel ist kein Wein für das Lager, sondern für die ersten ein bis drei Jahre, gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad.
Nach Deutschland kam die Rebe um 1780: Markgraf Karl Friedrich von Baden ließ sie aus Vevey am Genfersee in das Markgräflerland bringen, den Rebenstreifen zwischen Freiburg und Weil am Rhein. Dort ist sie geblieben und nimmt heute etwa 1.100 Hektar und damit rund 40 Prozent der Fläche ein. Außerhalb des Markgräflerlands spielt Gutedel im deutschen Weinbau kaum eine Rolle. Der deutsche Name verweist auf die Doppelnutzung: Die milde, dünnschalige Traube wurde früher auch als Tafeltraube gegessen.
Im Glas ist Gutedel ein leiser Wein. Die Sorte bringt von Natur aus wenig Säure und eine zurückhaltende Aromatik mit, meist 10,5 bis 12 Volumenprozent Alkohol und einen schlanken Körper. Genau diese Neutralität macht sie interessant: Weil die Rebsorte selbst wenig überdeckt, gilt sie als Spiegel ihres Bodens — im Markgräflerland sind das Löss und Kalkverwitterung, die dem Wein einen kreidig-salzigen Zug geben. Im Keller wird sie deshalb kühl und reduktiv im Edelstahl vergoren und früh gefüllt; Holzausbau würde die feinen Töne zudecken. Neben dem trockenen Stillwein wird Gutedel auch zu Winzersekt verarbeitet.
Typisch sind grüner Apfel, Birne, Zitronenschale, weiße Blüten und ein Hauch Mandel, dazu eine steinige Note im Abgang. Gutedel ist kein Wein für das Lager, sondern für die ersten ein bis drei Jahre, gut gekühlt bei 8 bis 10 Grad.
Typische Aromen
Grüner Apfel, Birne, Zitronenschale, weiße Blüten, Mandel, Kreide
Passt gut zu
In der Schweiz ist Chasselas der klassische Begleiter zum Käsefondue — daran lässt sich die Stärke des Gutedels ablesen: Er passt zu geschmolzenem und frischem Käse, also zu Käsefondue, Raclette und Ziegenkäse. Ebenso gut funktioniert er zu Spargel, Flammkuchen, Zwiebelkuchen und zu Fisch aus Bach und See wie Forelle oder Felchen. Zu kräftig gewürzten oder scharfen Gerichten ist er zu zurückhaltend.