Weinregion
Rueda
Spanien
Beschreibung
Rueda liegt auf der weiten Hochebene von Kastilien und León im Herzen Spaniens auf durchschnittlich 700 bis 800 Metern Höhe. Das ausgeprägt kontinentale Klima mit heißen Sommern, kalten Wintern und großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht bewahrt die Frische und Aromatik der Trauben. Die Böden bestehen überwiegend aus Sand, Kies und Kalkstein, die für eine gute Drainage sorgen und den Weinen mineralische Tiefe verleihen. Verdejo ist die Leitrebsorte der Region und wird hier seit dem 11. Jahrhundert angebaut, als mozarabische Siedler die Rebe vermutlich aus Nordafrika mitbrachten. Alte Verdejo-Reben mit über 30 Jahren Stockalter auf sandigen Böden liefern besonders konzentrierte und komplexe Weine mit Aromen von Fenchel, weißen Früchten, Kräutern und einem typisch bitteren Mandelton im Abgang. Die Region geriet nach der Reblauskatastrophe in Vergessenheit, bis der Marqués de Riscal in den 1970er Jahren das Potenzial wiederentdeckte und mit moderner Kellertechnik frische, aromatische Weißweine erzeugte. Sauvignon Blanc wurde als ergänzende Sorte eingeführt und findet hier ebenfalls hervorragende Bedingungen vor. 1980 erhielt Rueda als erste Region Kastilien und Leóns den DO-Status, zunächst ausschließlich für Weißweine. Heute ist Rueda der wichtigste Weißwein-Erzeuger Spaniens und steht für ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben den frischen, im Edelstahltank ausgebauten Weinen gibt es zunehmend auch fassgereifte Verdejo-Weine mit größerer Struktur und Lagerpotenzial. Die Nachtlese bei kühlen Temperaturen hat sich als Qualitätsmerkmal etabliert und bewahrt die sortentypische Frische.
Klima
Kontinental
Typische Rebsorten
Verdejo, Sauvignon Blanc, Viura