Weinregion

Goriska Brda

Slowenien

Beschreibung

Goriška Brda – oft als das slowenische Toskana bezeichnet – ist eine malerische Hügellandschaft im äußersten Westen Sloweniens, direkt an der Grenze zum italienischen Collio Goriziano in Friaul-Julisch Venetien. Die sanften, terrassierten Hügel mit ihren Weinbergen, Olivenhainen und Kirschbäumen bilden eine der schönsten Weinlandschaften Europas. Historisch war die Region bis 1947 Teil Italiens, und die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg teilte das einheitliche Weinbaugebiet in einen italienischen und einen slowenischen Teil.

Die Böden bestehen überwiegend aus Flysch – einer Wechselfolge aus Mergel und Sandstein aus dem Eozän –, der den Weinen eine ausgeprägte Mineralität und Komplexität verleiht. Das Klima wird vom mediterranen Einfluss der nur 20 Kilometer entfernten Adria geprägt, während die Alpen im Norden für kühle Nächte sorgen. Dieser Temperaturkontrast begünstigt eine langsame Reife und intensive Aromenbildung.

Goriška Brda ist ein Epizentrum der Natural-Wine-Bewegung. Winzer wie Joško Gravner, der Anfang der 2000er-Jahre zur Vergärung in georgischen Qvevri zurückkehrte, haben von hier aus die Welt der mazerierten Weißweine revolutioniert. Weitere Pioniere wie Kabaj, Klinec, Edi Simčič und Marjan Simčič erzeugen sowohl klassisch vinifizierte als auch mazerierte Weine von höchster Qualität. Rebula ist die Leitsorte, ergänzt durch Friulano, Malvazija, Chardonnay und Pinot Gris. Bei den Rotweinen dominieren Merlot und Cabernet Sauvignon.

Die Region lebt von einer einzigartigen Verschmelzung italienischer und slowenischer Weinkultur und hat sich als eine der innovativsten und qualitativ hochwertigsten Weinregionen Mitteleuropas etabliert.

Klima

Mediterran mit alpinem Einfluss

Typische Rebsorten

Rebula, Chardonnay, Merlot

Steckbrief

Region
Goriska Brda
Land
Slowenien
Klima
Mediterran mit alpinem Einfluss